Wolfgang Wallner-F.

irre-parabel
„irre - parabel,“
das Buch von Wolfgang Wallner-F.
Ein Thrillix
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Zum Lied „Einmal: (zum Hören des Liedes bitte Titel anklicken: YouTube-Video)

Für die Genehmigung zur Verwendung einer Strophe des Liedes „Einmal“ der österreichischen Gruppe „Milestones“ danke ich dem Autor, Herrn Mathias Schreiber (derzeit in Deutschland) nochmals auf diesem Weg recht herzlich.
Der Text zum Lied ist ein ganz besonderer und die verwendete Strophe eine besonders aussagekräftige für dieses Buch. Bei den anderen verwendeten Liedausschnitten konnte ich die Textautoren nicht befragen, doch liegen die Ausmasse der Zitate unter der üblichen Höchstgrenze. Trotzdem auch an diese Autoren meinen herzlichen Dank.

Ebenso auch an Mark Twain, für den Beginn seines Buches „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ und die Idee mit dem Zaun.


Zum Buch:

Ein Hintergrund und auch Motiv für diesen Roman könnte sein, dass die Angst vor der Erbsünde zumindest seit der Aufklärung dem Menschen eine Entwicklungsfreiheit verhindert, Furcht und damit Abhängigkeit begründet. Auch erscheint es kaum möglich, dass ein umfassend all-mächtiger, all-wissender und all-liebender Gott einem Wesen, das er angeblich nach seinem Ebenbild geschaffen hat, solche Hemmschuhe mitgeben will. Und selbstverständlich ist Aberglaube nach Kant eine der möglichen, selbstverschuldeten Unmündigkeiten.

Es wird auch auf die Wichtigkeit von Erkenntnissen aus der Quantenphysik aufmerksam gemacht: Eine mögliche Folge aus der „Debatte um die Quantentheorie“ aus dem Jahre 1983 war die, dass „die Welt nicht in separierbare Elemente der Realität zerlegt werden kann“.

Dass diese Erklärung aus der Quantenphysik eine richtige sein könnte, bewies Alain Aspect mit einem Versuch in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts (Quantenverschränkung).
Das eindeutige Ergebnis des Versuches war, dass sich der Gesamtzustand (oder die Gesamtaussage) von ehemals zusammengehörenden Objekten nicht verändert.
Und, was bemerkenswert ist, dass Änderungen eines Objektzustandes sofort und unmittelbar, ohne Rücksicht auf die Entfernung, an andere, ehemals zusammengehörende Objekte „mitgeteilt“ werden, wobei die Form der Kommunikation nicht vorstellbar ist.
Sie müsste in Überlichtgeschwindigkeit stattfinden (dann aber wäre nach der Relativitätstheorie, die Masse unendlich groß, d.h. das ganze Universum, was ein wichtiger Gedanke in diesem Zusammenhang ist), oder aber die Trennung der Objekte geschieht nur in unserem Bewusstsein. Was gibt es für Auswirkungen, wenn der „Urknall“ in dieses Gedankenmodell einbezogen wird? Eine unmittelbare Verbindung aller erkennbaren und auch unentdeckten Objekte, aber auch Vorstellungen!

Mit der Annahme der untrennbaren Gesamtheit des Universums taucht die Frage auf, welche Stellung hier der Mensch, oder das Bewusstsein des Menschen haben könnte. Schließlich waren die „Teile“ des Menschen ja auch einmal mit anderen Teilen verbunden oder „eins“. Unterschiede zu Aspects Teilchen gibt es grundsätzlich nicht. Da sollte unsere Phantasie die ungehörige Strapaze auf sich nehmen, zurück zu einem möglichen „Anfang“ des Universums zu blicken. Möglicherweise war dies der „Urknall“.

Jetzt kommt die erste Anforderung an unsere Vorstellungskraft: Es gibt nichts, was vor dem Urknall gewesen sein könnte. Erst mit dem Urknall bildeten sich Räume und Zeiten, ein „Vorher“ ist daher nicht möglich. Wenn ich hier zur Verdeutlichung eine Vorstellung anführe, die „vor“ dem Urknall gewesen ist, dann bezieht sich das auf eine mögliche „ewige“ Gegenwart „bis“ zum Zeitpunkt des Urknalls.

Sollte es einen Urknall gegeben haben, war die Grundlage unseres Universums in dem enthalten, das „vor“ dem Urknall gewesen war. Es gab natürlich keinen Raum und keine Zeit, trotzdem ist es unmöglich, dass die Voraussetzung zur Entstehung z.B. der Materie damals nicht in irgendeiner Art „bestand“ (ohne Ausdehnung und Lebensdauer). Woher käme sonst z.B. die Materie, wenn es sich um ein geschlossenes System handelt.
Natürlich könnte man hier einen „Schöpfer“ (Kreationismus) annehmen, doch würden damit Schwierigkeiten nur „nach hinten“ verschoben (sollte es aber tatsächlich einen Schöpfer hier an dieser Stelle geben, wäre dies natürlich eine ausreichende Erklärung für den Glauben an einen Gott, allerdings keine, woher dieser Gott kam).

Jedenfalls müssen „zum Zeitpunkt des Urknalls“ sämtliche Erfordernisse zu einer weiteren Entwicklung des Universums bestanden haben (es ist spätestens ab da ein geschlossenes System) und „vorher“ müssen alle Erfordernisse ebenso bestanden haben (ohne Raum und Zeit!).
Daher war „Alles eins und das Nichts alles“ (eine buddhistische Lehre).
Alle Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung waren vorhanden.

Alles, was sich der Mensch ausdenken kann, hat seine Grundlage in dieser „0-Dimension“.
Doch kann sich der Mensch auch Dinge ausdenken, die nicht einer Realität entsprechen (z.B. ein Feuer speiender Drache, das „Beamen“ von Materie oder auch Gott).
Woher kommen solche Vorstellungen?
Solche Vorstellungen wären unmöglich, wenn sie nicht in den Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung enthalten gewesen waren, woher kämen sie sonst?
Wenn solche Erscheinungen gedacht werden können, entsprechen sie aber unbedingt einer „Wirklichkeit“ (im Sinne C.G. Jung).
In der Wissenschaft kommt man zu Erkenntnissen, die eine Untrennbarkeit des Universums nahe legt.
Aus dem Grund, da „man“ das sucht?
Handelt es sich dabei auch um eine psychische Wirklichkeit?
Eine, die Moses im Paradies suchte und der Physiker in der Quantenphysik?
Ist der Unterschied in den untersuchten Medien nur ein zeitbedingter?
Jede Entdeckung, jede Interpretation der Wirklichkeit (auch die der Evolution des Universums und uns selbst) wird von der menschlichen Psyche in die Wege geleitet und kommentiert.
Retrospektiv hat unsere eigene Psyche unsere Entwicklung determiniert.
Präzise gefragt, ist das Universum nur eine Vorstellung, die anerzogen ist?
Die nur solche „Realitäten“ wirklich werden lässt, die unser Leben, unsere Evolution benötigt?

Eine mögliche Konsequenz aus der Quantenphysik ist die „Viele-Welten-Interpretation“ von Hugh Everett. Durch dieses Gedankenspiel sind auch „Zeitreisen“ möglich, die zu keinen Paradoxien führen (ein Zeitreisender erschießt seinen Vater vor seiner Zeugung und existiert daher selbst nicht mehr).

Im Buch „irre - parabel“ wird auf diese Interpretation Bezug genommen.
Doch wird es sich erweisen, dass nicht mit jedem „Quantenereignis“ ein neues Universum entsteht, sondern es sind diese „Viele-Welten“ schon im Zeitprunkt des Urknalls vorhanden und nur das Bewusstsein (eines Menschen) entscheidet, wohin es sich begibt und welcher der vielen, manchmal sich nur in winzigen Details unterscheidenden Universen den „Schauplatz“ der Handlung abgibt.
Jede nur denkbare Entwicklung ist möglich und tatsächlich schon „im Urknall“ vorhanden.
Der Eindruck einer Entwicklung, einer Zeit, einer Geschichte ergibt sich ausschließlich aus dem Blickwinkel vom eigenen Entwicklungsstrahl.
Es sind also keine „Zeitreisen“ nötig, sondern „nur“ ein anderer „Schnitt“ in der Gesamtheit des Multiuniversums.
Der Weg zu solchen Reisen kann sich nur in unserem Bewusstsein selbst verbergen.
Alle Erlebnisse, die Thomas im Buch „irre - parabel“ hat, sind also solche, die ohnehin schon immer existieren, nur eben nicht in dem Universum, in dem sich unser Held anfangs befand. So ergeben sich aus seinen Taten nicht wirklich Konsequenzen für das Universum bzw. der Summe der Universen.

Grundsätzlich vielleicht unmoralisch, doch wer kümmert sich darum? „Scheiß da net die Wadln voll!“, wie es der Bettnachbar im fünften Kapitel so treffend ausdrückt.